Wie Einzelhändler mit richtiger Pflanzenpflege ihren Umsatz steigern

Der Ruf, qualitativ hochwertige Pflanzen zu verkaufen, ist für Einzelhändler ein wertvolles Kapital, denn positive Kauferfahrungen führen dazu, dass Kunden gerne wiederkommen. Schlecht gedeihende oder eingehende Pflanzen hingegen reduzieren die Chancen für Wiederholungskäufe deutlich. Vor diesem Hintergrund mag der Weihnachtssstern als riskante Wahl erscheinen, gilt er doch als anspruchsvolles Gewächs. Zu Unrecht, denn wenn man ein paar einfache Regeln berücksichtigt, ist seine Pflege vollkommen unkompliziert. Die Experten von Stars for Europe (SfE) verraten die fünf besten Tipps, wie Einzelhändler mit Hilfe von richtiger Pflege für hochwertige Pflanzen und steigende Umsätze sorgen können.

Tipp 1: Die Tür schließen, damit die Gewinne nicht verloren gehen

Saisonale Pflanzen stellt man gerne so aus, dass sie beim Betreten des Geschäfts sofort ins Auge fallen. Bei Weihnachtssternen ist dies jedoch keine gute Idee. Die Pflanzen stammen aus den tropischen Regionen Mittelamerikas und vertragen keine Zugluft. Es ist deshalb wichtig, sie von offenen Türen und Fenstern fern zu halten. Außerdem darf die Umgebungstemperatur 12°Celsius auf keinen Fall unterschreiten.

Warum das so wichtig ist? Die negativen Auswirkungen von Kälte und Zugluft sind in der Regel nicht sofort sichtbar. Nach kurzer Zeit jedoch beginnt die Pflanze, ihre Blätter abzuwerfen. Im schlimmsten Fall stirbt sie ab, und mit ihr der Gewinn. Dies kann entweder im Geschäft passieren oder – was noch schlimmer ist – nachdem der Kunde den Weihnachtsstern mit nach Hause genommen hat. Wenn Kunden den Eindruck haben, dass die Qualität der Pflanzen mangelhaft ist, werden sie in Zukunft woanders oder gar keine Weihnachtssterne mehr kaufen.

Wie wir Menschen müssen auch Weihnachtssterne bei kalter Witterung für den Heimweg warm eingepackt werden. Es ist wichtig, die Weihnachtssterne nach dem Verkauf sorgfältig in reichlich Papier zu verpacken.

Tipp 2: Mit dem Sektglas-Trick übermäßiges Gießen vermeiden

Der häufigste Grund dafür, dass Weihnachtssterne eingehen, ist zu viel Wasser. Als tropische Pflanzen brauchen sie nicht viel Feuchtigkeit. Es ist ratsam, sie nur mäßig, dafür aber regelmäßig zu gießen. Einzelhändler, die diesen Ratschlag beherzigen, sparen nicht nur Wasser, sondern auch Zeit.

Ein Weihnachtsstern in einem Standardtopf mit einem Durchmesser von 13 Zentimetern benötigt alle zwei bis drei Tage etwa 100 Milliliter Wasser. Dies entspricht ungefähr der Menge, die in eine Sektflöte passt. Für kleinere Topfgrößen braucht man entsprechend weniger. So genügt für einen Mini-Weihnachtsstern zum Beispiel ein Schnapsglas voll Wasser. Gerade wenn die Festtage bevorstehen, ist der Tipp mit den Trinkgläsern besonders passend.

Tipp: Eine gute Methode, um Kunden und Mitarbeiter über die richtige Gießmenge zu informieren, ist es, ein leeres Sektglas und eine Kreidetafel, auf der der Trick so einfach wie möglich erklärt wird, mitten zwischen die ausgestellten Weihnachtssternpflanzen zu stellen.

Um herauszufinden, ob ein Weihnachtsstern Wasser benötigt, genügt es, eine Fingerspitze in die Erde zu stecken. Diese sollte sich weder klatschnass noch völlig trocken anfühlen. Ein durchschnittlich großer Weihnachtsstern muss alle zwei bis drei Tage gegossen werden. Kleinere Pflanzen brauchen aufgrund des geringeren Erdvolumens öfter Wasser. Auch eine warme Umgebungstemperatur kann häufigeres Gießen erforderlich machen.

Das Gießen der Weihnachtssterne sollte Teil der normalen Geschäftsroutine sein. Damit die Aufgabe nicht in Vergessenheit gerät oder aus Versehen zu oft erledigt wird, kann man z. B. auf einem Wochenplaner die Tage und die jeweils zuständigen Mitarbeiter eintragen!

Auch die SfE-Pflegeicons helfen dabei, Mitarbeiter über die richtige Bewässerung zu informieren. Die praktischen Grafiken stehen kostenlos zum Download bereit und können ausgedruckt und im Lagerraum oder im Mitarbeiterbereich aufgehängt werden.

Tipp 3: Die 15-Minuten Regel

Weihnachtssterne mögen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser im Untersetzer oder Übertopf ist deshalb etwa 15 Minuten nach dem Gießen zu entfernen. Übrigens kann man die Pflanzen alternativ zum Gießen von oben auch von unten wässern. Hierfür gibt man das Wasser direkt in den Untersetzer oder den Übertopf und wartet 15 Minuten, bis die Erde das Wasser aufgenommen hat. Ist das Wasser schneller verbraucht, sollte man ein wenig nachkippen. Bleibt der Wasserstand mehrere Minuten unverändert, hat die Pflanze genug und es ist Zeit, das restliche Wasser zu beseitigen.

Tipp 4: Den Kunden helfen, sich selbst zu helfen – mit Informationen

Weihnachtssterne sind so schöne und dekorative Pflanzen, dass sie in den Herbst- und Wintermonaten in keinem Haushalt fehlen sollten. Die fachkundigen Pflegetipps von SfE motivieren Kunden zum Kauf und helfen ihnen, das Beste aus den Pflanzen herauszuholen.

Für Unternehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihre Kunden über die richtige Pflege zu informieren, von Veröffentlichungen auf der eigenen Webseite und in den Social Media bis hin zum Druck von Postern, Flyern oder Pflegekarten (siehe Tipp 5). Auch die mündliche Beratung an der Kasse ist nicht zu unterschätzen, weil persönlich weitergegebenes Wissen sich zum einen positiv auf die Kundenbindung auswirkt und zum anderen häufig besonders gut im Gedächtnis bleibt.

Mit professionellen Pflegehinweisen können sich Fachhändler nicht nur gegenüber bestehenden Kunden als Experten positionieren, sondern auch Neukunden gewinnen.

Tipp 5: Die kostenlosen Angebote von SfE nutzen

Auf der Handelswebseite von SfE unter www.sfe-trade.com stehen im Bereich „Ressourcen“ verschiedene Materialien zum kostenlosen Download zur Verfügung. Das Angebot umfasst Grafiken und Poster, mit denen Unternehmen ihre Angestellten über die richtige Pflege von Weihnachtssternen informieren können, Gratis-Newsletter mit Pflegetipps für Weihnachtssterne, die Unternehmen per E-Mail an die eigene Kundendatenbank versenden können sowie Pflegefilme und -grafiken zur Kundenansprache über Webseiten oder Social Media. Außerdem bietet SfE kostenlose POS-Materialien wie Pflegeflyer an, die Unternehmen selbst drucken und ihren Kunden mitgeben können.